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Ulme
(Ulmus Minor Mill./Ulmaceae)
Volksname: Feldulme, Parkulme, Rüster


Pflanzenbeschreibung:
Die Ulme kann eine Höhe bis zu 40 cm erreichen.
Der Stammumfang ist gewaltig (bis zu zwei Meter), und man sagt, daß kaum ein anderer einheimischer Baum das Alter einer Ulme erreicht.
Je nach Ulmenart werden sie 250 bis 400 Jahre alt.
Der Stamm verzweigt sich erst hoch über dem Boden. Er besitzt anfangs eine glatte, später aber eine rissige Rinde von dunkelgrauem Aussehen.

Außer den fächerartig ausgebreiteten langn Zweigen sind für die Ulme besonders kennzeichnend die kurzgestielten eiförmigen, gesägten Blätter. Sie sind zugespitzten und an der Unterseite helleren.

Die Blüten, aus denen sich weißhäutige geflügelte Früchte bilden, stehen büschelig zusammengedrängt.

Die drei heimischen Ulmenarten lassen sich an den Blättern, der Wuchshöhe und der Rindenstruktur unterscheiden.

Die Ulme war 1992 "Baum des Jahres".

Fast alle heimischen Ulmenarten sind vom Blaufäulepilz betroffen. Zwei Ulmensplintkäferarten verbreiten den 1918 aus Asien eingeschleppten Pilz.
Eine zweite Krankheitswelle in den 60er Jahren (Ursprung vermutlich USA) ließ z.B. in Holland 85 Prozent aller Ulmen absterben.


Blütezeit:
März bis April

Sammelzeit:
Gesammelt werden die junge, glatte Rinde und jüngere Zweige.
Die richtige Sammelzeit ist das zeitige Frühjahr (Ende März bis April).

Standort/Vorkommen:
Die Ulme wächst in Auwäldern, an sonnigen Hängen und Waldrändern, an Flußufern und in Parkanlagen.

Im Verhältnis zu anderen Waldbaumarten sind die Ulmen nicht sehr zahlreich und bilden keine geschlossenen Bestände. In der Regel wachsen sie einzeln oder horstweise.

Heilwirkung:
Ulmenrinde wirkt entzündungswidrig auf die Schleimhäute.
Man kann daraus einen Tee-Aufguß zubereiten und ihn bei Mund- und Rachenentzündungen zum Gurgeln verwenden.

Bei Magen- und Darmschleimhautreizungen kann die Ulme auch helfen.

Zur Wundbehandlung eignet sich ein Ulmen-Umschlag.

In der Pflanzenheilkunde werden Abkochungen von der Rinde junger Zweige für alle Arten von Hautproblemen empfohlen.

Ein Ulmen-Sitzbad gegen Hämorrhoiden soll schon vielen Menschen geholfen haben.

Die Einnahme der Ulme in Pulverform lindert Durchfälle.

psychisch-seelische Wirkung:
Ulme hilft gegen Frustation und die Unfähigkeit, sich den konkreten Anforderungen des Lebens zu stellen.

Sie mindert Existenzängste, die so oft von Verdauungsproblemen begleitet sind.

Wirkstoffe:
Schleimstoffe, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Phlobaphene und andere.

Nebenwirkungen:
...sind nicht bekannt.


geschichtlich/mystisch:
Die mythologische Rolle der Linde übernimmt in Südfrankreich die Ulme.
In den dortigen Dörfern und Gemeinden wurde unter Ulmen Recht gesprochen und Gottesdienste abgehalten.

Im klassischen Griechenland war die Ulme dem Götterboten Hermes, dem Beschützer der Kaufleute und Diebe, geweiht.
Die geflügelten Ulmenfrüchte begleiteten die Seelen, welche von Hermes vor den Weltenrichter geführt werden.

Die Ulme wurde in England immer mit dem Elfenvolk in Verbindung gebracht.

Im slawischen Volksglauben gilt die Ulme als antidämonisch, Geräte aus Ulmenholz sollen das Böse fernhalten.

Im Altertum standen Ulmen für Tod und Trauer.
Ulmen findet man auch heute oft auf Friedhöfen, als Zeichen der Trauer

In der altnordischen Mythologie waren »Ask« (Esche) und »Embala« (Ulme) die Stammeseltern der Menschheit.
In der Teutonen-Mythologie erschufen die Götter die erste Frau auf Erden aus einer Ulme.

Die Ulme ist ein Schattenbaum, dem man die mystische Eigenschaft nachsagt, dass er gegen Blitzschlag schützen soll.



Baumgeist:
Die Ulme ist der Baum der Intuition.
Sein Geist hütet das Wissen, wie man diese Eigenschaft zu voller Blüte bringen kann.
In der Nähe dieses Baumes ist die aktivität der Elfen immer sehr stark, und wenn der Mensch nicht im Gleichgewicht ist, kann er leicht dem Zauber der Feen erliegen.

Der Geist der Ulme ist so sensibel, daß er trauert, wenn Mitglieder seiner Familie gefällt werden. Er hält den Schlüssel zu Empathie und Mitleid.

Menschen, die der Ulme zugehörig sind, sollen große Lebensfreude empfinden und über einen ausgeprägten Optimismus verfügen. Toleranz und Gerechtigkeit sind ihnen Leitworte im Leben. Diese Eigenschaften bringen sie anderen entgegen, fordern sie aber auch für sich selbst; ihre Selbstständigkeit ist ihnen sehr wichtig.

Wie viele andere Bäume auch, wird der Ulme eine Verbindung zu den Runen zugesagt. Sie steht für die Rune "Gebo"
Die Ulme wurde manchmal als "Baum des Vertrauens und des Mitleids" bezeichnet. Vertrauen besteht darin sich auf eine innere Quelle zu verlassen und überzeugt zu sein, dass man alle aufgewendete Energie durch den Prozess von "Geben und Nehmen" in vollem Maß zurückerhält.
Sie wurde auch mit Fürsorge in Verbindung gebracht, nicht nur im Sinne der Sorge um andere, sondern auch der Erfüllung der eigenen Bedürfnisse.
(Gebo und die Ulme helfen im Leben ein Gleichgewicht und neues Selbstwertgefühl zu finden.)