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Selen
Selen ist Bestandteil eines Enzyms, das rote Blutkörperchen, Zellmembranen und andere Zellelemente vor dem Angriff Freier Radikale schützt.

Eigenschaften:
Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das der Körper nicht selber herstellen kann und das somit über die Nahrung aufgenommen werden muß.

benötigen wir für:
Selen bringt Fress- und Killerzellen auf Trab, die Eindringlinge vernichten.
Bei der Fortpflanzung spielt Selen eine wichtige Rolle.
Auch die Schilddrüse benötigt Selen.
Selen wirkt auf gewisse Weise auch entgiftend, denn es bindet die Schwermetalle Blei, Kadmium, Quecksilber und Arsen.

bei Mangel droht:
Herzvergrößerung und Herzrhythmusstörungen sollen bei Selenmangel auftreten. Auch die Schilddrüse leidet sehr unter einen Selenmangel. Außerdem kommt es zur Veränderungen der Haarstruktur, zu Augenerkrankungen, Fertilitätsstörungen, Verminderung der Aktivität des Immunsystems und zur Aufhellung von Haut und Haaren.

enthalten in:
Reis, Eigelb, Milchprodukte, Vollkornbrot, Kürbissamen, Haferflocken, Fisch, Fleisch, Nüsse, Sojabohnen, Kokosnuss, Kürbiskerne, Paranüsse, Pistazien, Kartoffeln, Kohlrabi,Rettich, Blumenkohl, Rosenkohl, Spinat

Kräuter/Beeren:
Zwiebel, Sonnenblumenkerne, Bärlauch, Knoblauch


Da Selen in stark wechselnder Konzentration im Boden enthalten ist, kommt es oft zur ungenügenden Versorgung und einem Selen-Mangel.
Insbesondere in Mitteleuropa besteht generell eine niedrigere Selen-Konzentration der Böden, verursacht durch intensive landwirtschaftliche Nutzung.
Die durchschnittliche Zufuhr von Selen ist in Deutschland aufgrund der niedrigen Selengehalte in den Böden und den geringen Selenkonzentrationen in Lebensmitteln sehr niedrig.
Sie erreicht zwischen 40 und 50 µg pro Tag und ist damit an der Grenze zur Mangelversorgung.
Produkte aus biologischer Landwirtschaft enthalten mehr Selen als die üblichen Nahrungsmittel, da sie ohne schwefelhaltige Düngemittel angebaut werden.

empfohlene Tagesdosis:
Über den täglichen Selen-Bedarf weiß man noch nichts genaueres, er dürfte aber etwa 30 - 70 Mikrogramm pro Tag betragen.
Für die Deckung des täglichen Bedarfs ist bei durchschnittlicher Ernährung kein Bedarf für eine zusätzliche Substitution gegeben, da Selen in fast allen Lebensmitteln zu finden ist.

Ein Selenmangel droht bei einer Ernährung, die arm an Getreideprodukten und Fleisch ist.
Auch bei Dialysepatienten, nach schweren Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und bei schweren Formen alkoholbedingter Lebererkrankungen kommt es zu einem Defizit.
Stress und Schadstoffbelastungen können den Selenbedarf erhöhen.

!!!Vorsicht!!!
Ein Überkonsum kann leicht gesundheitliche Schäden verursachen, der Grad dieser Auswirkungen richtet sich jedoch nach den Selenkonzentrationen in der Nahrung und danach, wie oft bestimmte, selenreiche Lebensmittel verzehrt werden.
Die Symptome können sich dann in brüchigem Haar, deformierten Nägeln, Ausschlägen, Hitzewallungen, Hautschwellungen, Muskelschwäche und starken Schmerzen äußern.
Außerdem kann es zu einer Verlängerung der Blutgerinnungszeit kommen!

Prof. Gärtner, Medizinische Klinik Universität München, wies vor einigen Monaten darauf hin, dass eine Selen-Zufuhr die Hashimoto spezifischen Antikörper (TPO-AK und TG-AK) senken kann.