Kräuter, Blumen, Stauden, Gemüse...

Home Inhalt

Rosmarin
(Rosmarinus Officinalis L)
Volksname: Brautkleid, Meertau, Röselimarie, Weihrauchkraut


Pflanzenbeschreibung:
Rosmarin ist ein Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler.
Der aromatisch duftende Strauch kann über 2 m hoch werden.

Seine blaßblauen Blüten sind verhältnismäßig klein.

Die Blätter sind umgeschlagen, nadelartig, oberseits glänzend und an der Unterseite filzig behaart.

Blütezeit: März bis Mai

Sammelzeit
Die Blätter des Rosmarin müssen vor der Blütezeit geerntet und schnell, doch schonend getrocknet werden. Trockentemperaturen über 35 ° C sind zu vermeiden, um das ätherische Öl, den Hauptwirkstoff des Rosmarin, zu schonen.

Standort/Vorkommen:
Der Rosmarin ist eine typische Pflanze der Mittelmeerländer. Dort kommt er an getrockneten Hängen reichlich vor.

Heilwirkung:
Rormarin wirkt tonisierend auf den Kreislauf und ist somit auch gut gegen niedrigem Blutdruck.

Auf das Nervensystemwirkt er ausgleichend.

Rosmarin fördert die Menstruation.

Bei Oberbauchbeschwerden ist Rosmarintee sehr wirksam.

Chronische Schwäche wird beseitigt.

Beliebt ist auch ein Rosmarinbad, das aktivierend wirkt und auch schmerzlindernd bei Rheuma und Gicht ist.
Am Abend sollte so ein Bad jedoch nicht durchgeführt werden, da seine belebende Wirkung sonst den Schlaf raubt.

Auch wer Verdauungsbeschwerden/Zahnfleischprobleme oder Husten hat sollte Rosmarin zu würdigen wissen!

Eine Einreibung mit Rosmarin-Öl lindert Kopfschmerz, Migräne und Gedächtnisschwäche.

Bei allen Erkältungskrankheiten kann eine Inhalation mit Rosmarin helfen.

Rosmarin-Salbe hilft bei unreiner Haut. Rosmarin-Räucherungen (getrocknete Blätter) lindern das Leiden der Asthmakranken.

Rosmarin-Shampoo beseitigt Schuppen.

Es gibt auch Rosmarin-Spiritus, um bettlägerige Menschen zu mobilisieren.

Pflanzenbotschaft:
"Ich bringe dich in Schwung!"

psychisch-seelische Wirkung:
Immer wenn Lust, Antrieb und Freude verlorengenen, dann weckt Rosmarin sie wieder auf.
Rosmarin-Öl stärkt den Willen und die Bereitschaft, etwas zu tun. Es hilft, den "inneren Schweinehund" zu überwinden.

Wirkstoffe:
Neben dem ätherischen Öl sind noch verschiedene Harze, Gerbstoffe und Bitterstoffe enthalten.

Nebenwirkungen:
Vorsicht bei Bluthochdruck und bei bestehender Schwangerschaft und Epilepsie!!!

Bei Überdosierung sind toxische Reaktionen nicht auszuschließen.
Es können Schwindelanfälle und Krämpfe auftreten.


geschichtlich/mystisch:
Früher war Rosmarin bei einigen heidnischen Festen der Mittelpunkt. So spielte sie z. B. bei Hochzeiten und Begräbnissen eine große Rolle.
Häufig wurde es als Weihrauch benutzt.

Unsere germanischen Vorfahren weihten Rosmarin der Göttin Holla (Frau Holle).

Bei den alten Griechen scheint Rosmarin weniger als Arzneipflanze bekannt gewesen zu sein.
Vielmehr wurde sie der Liebesgöttin Aphrodite zugeordnet.

Im ersten nachchristlichen Jahrhundert kam der Rosmarin über die Alpen zu uns.
(In Oberbayern hat er sogar Einzug gehalten in den Brautsträußen.)

Im 16. Jahrhundert entdeckte man in einem altägyptischen Grab einen Rosmarinzweig.

Königin Isabella von Ungarn ließ aus Rosmarin das bekannte Aqua Reginae Hungariae herstellen, um sich bei drohender Müdigkeit während einer lang dauernden Sitzung damit einzureiben.




                        Rezept

                        Rosmarinwein



Man nimmt 5 TL Rosmarinblätter und setzt sie mit
1 l Weißwein an.

Dieses Gemisch sollte fünf Tage an einem nicht zu warmen Ort ziehen.
Danach kann man den Wein abseihen.

Der Wein muß an einem kühlen Ort aufbewahrt werden!
Man sollte nach jeder Malzeit ein kleines Gläschen von diesem Wein trinken!


Rosmarinwein ist ein altes Hausmittel bei zu niederigem Blutdruck, falls einem nicht das Alkohol trinken verboten wurde !



Rosmarin-Kompresse gegen Rheumaschmerzen.

Eine Handvoll Blätter in
1 Liter kochendes Wasser geben und kurz mitkochen.

Dann ein sauberes Tuch darin tränken und auf die schmerzende Stelle legen.

(Hilft bei Rheuma, Gicht und Hexenschuß)


(Was noch bei Hexenschuß helfen kann, wirst Du hier erfahren.)




Der Rosmarin leistet gute Dienste bei Schuppen und Haarausfall!


1 Liter Wasser mit etwa 50 Gramm Rosmarin kurz aufkochen. Stehen lassen bis es abgekühlt ist und abseihen!

Nach der Haarwäsche in die Kopfhaut einmassieren - ca.10 Minuten einwirken lassen und dann ausspülen!