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Rose
(lat. Rosa damascena/Rosa centifolia)

Die Rose steht als Symbol für die Liebe. Aber nur im abendländischen - in der östlichen Kultur hat diese Stelle der Lotus inne.
Als Blume wird ihr Duft genauso geschätzt wie ihre ausdrucksvolle Schönheit und Farbenpracht - rot, rosa, gelb, weiß und viele neugezüchteten Farben.

Die Blüte der Rose hat ihre Bedeutung auch in der geheimnisvollen Anordnung ihrer Blütenblätter, die man zuweilen in der Zahlenmystik mit der Zahl Fünf, dem geistigen Prinzip, verbindet oder mit der Zahl Sieben, der Symbolik der Planeten.
Das Symbol der Rose bedeutet heute Liebe und Zuwendung, die von Herzen kommt. Je nach Farbe drückt die Rose etwas Besonderes aus.

Die Rose lehrt uns,
    - unsere Schönheit zu entfalten
    - unsere Liebe, Gefühle und Gedanken mitzuteilen
    - geistige Entwicklung
    - Lebensfreude

Pflanzenbeschreibung:
Es gibt mehr als 200 verschiedenen wild wachsenden Rosenarten. Doch nur wenige von ihnen werden genutzt, darunter die Hundsrose (rosa canina), die Hainrose, die Apfelrose (rosa villosa) und die Kartoffelrose (rosa rugosa)
Viele Wildrosenarten werden ein bis mehrere Meter hoch.

Am häufigsten trifft man auf die Hundsrose, deren Strauch bis zu fünf Meter hoch wird.

Die Stengel und Äste sind mit unpaarig gefiederten Blättern besetzt, die am Grund beiderseits geflügelt sind.
Stamm, Zweige und Äste sind mit derben Stacheln besetzt.

Die Blüten vieler Wildrosen sind hellrosarot oder weiß. Sie duften leicht bis sehr stark und sind meistens ungefüllt. (Die Blüten von gezüchtete Rosen sind oft gefüllt, aber eher duftlos.)

Aus der fleischigen Blütenachse entwickeln sich die Scheinfrüchte (Hagebutten).
Sie werden fälschlich oft als Samen bezeichnet.
Dabei handelt es sich bei der Hagebutte um eine Sammelnussfrucht.
Die Hagebutten gibt es in länglicher, schmaler oder in dicker Form. Sie sehen in reifem Zustand leuchtend scharlachrot, orange bis dunkelrot aus.
Im Inneren sind die Hagebutten mit Borstenhaaren ausgestattet, die man als Juckpulver kennt.

Blütezeit: Juni/Juli

Sammelzeit:
Die Knospen werden bereits im Fühsommer geerntet.
Die Blüten im Juni/Juli.
Die Blätter werden geerntet, wenn sie noch recht jung sind.
Von September bis November sammelt man die vollreifen (roten) Hagebutten, die nicht gekocht, sondern schonend getrocknet werden sollten.
Hierfür werden Sie aufgeschnitten und entkernt.

Standort/Vorkommen:
Die Heckenrose ist in ganz Europa verbreitet.
Sie wächst an Waldrändern, in Hecken und an sonnigen Hängen.

Heilwirkung der Rose:
In der Volksheilkunde wird die Rose (meistens die Heckenrose) bei Husten, Entzündungen, Magenkrämpfen und zur Stärkung des Herzens verwendet.

Außerdem wird ihr eine fiebersenkende Wirkung nachgesagt.

Sie soll gegen Warzen, Ekzeme und bei Herpes helfen.

Frische Rosen können gestoßen oder zerquetscht auf kleineren Brand/Wunden sowie Sonnenbrände gelegt werden.

Rosenöl wirkt entzündungshemmend, tonisierend und krampflösend.

In Verbindung mit Melissenöl ist es ein entkrampfendes Mittel bei Kopfschmerzen und bei Regelschmerzen. Auch zur Spülung bei Scheidenkatarrh hat es sich bewährt. (Melissenöl und Rosenöl zu gleichen Teilen in Jojobaöl gemischt.)

Das Öl reguliert den Hormonhaushalt und es soll auch die Gürtelrose lindern. (Ersetzt aber nicht den Gang zum Arzt!!!)

Rosenwasser lässt manchmal auch Herpes verschwinden.

Rosenhonig ist sehr lecker und hat mehrere gute Eigenschaften. Er wirkt beruhigend (ist besonders für Kinder geeignet), entzündungshemmend und zusammenziehend.
Er wird auch oft bei Zahnungsbeschwerden und Zahnfleischentzündungen für Kinder verwendet. (einfach draufreiben)

Heilwirkung der Knospen:
Das Knospenmittel aus Wildrosenknospen mindert Ohrenschmerzen, hilft aber auch bei Stirnkopfschmerzen und bei Migräne.
Erkältungen mit Fieber werden gelindert.
Bei einer leichten Bronchitis oder bei Bronchitis im Anfangsstadium kann es ebenfalls eingesetzt werden.

Heilwirkung der Blätter:
Aus den Blättern dieser Pflanze kann man einen wirksamen Abführtee machen.
Außerdem fördern die Blätter die Wundheilung.

Heilwirkung der Hagebutten:
Hagebutten gehören zu den vitaminreichsten Früchten.
Sie enthalten viel Vitamin C. - Eine einzige Hagebutte enthält 20-mal mehr Vitamin C als eine Orange.
Ausserdem enthalten Hagebutten Apfel- und Zitronensäure, die Vitamine A,B1, B2, K und P.
Verhältnismässig gut schneidet die Hagebutte auch bezüglich ihres Vitamin-E-Gehaltes ab.
Mineralstoffe, Fruchtsäuren, Flavonoide, Gerbstoffe und Zucker sind ebenfalls enthalten.
(In den Kernen befindet sich Vanillin.)

Die oben genannten Wirkstoffe machen die Hagebutte zu einer wertvollen Frucht, die gerade in Erkältungszeiten vorbeugend wirkt.

Fieberkranke werden erfrischt und die Abwehrkräfte werden erhöht.

Habebutten unterstützen die Blutbildung.

Bei schlecht heilenden Wunden hat sich der Hagebuttentee innerlich und äußerlich (als Wundauflage) bewährt.

Hagebuttenmarmelade wird gegen Appetitlosigkeit, löffelweise, oft noch heute eingesetzt.

Die Volksmedizin verwendet die Hagebutte auch bei Gicht- und Rheumabeschwerden.

psychisch-seelisch:
Die Rose hat einerseits den Duft von Reinheit und Unberührtheit, andererseits gilt sie als Aphrodisiakum.

Enttäuschungen, Depressionen und seelische Tiefs werden abgebaut.

Die Rose als Blume der Venus ist dem Herzen zugeordnet und wirkt von dort harmonisierend auf den ganzen Körper und auf seine feinstofflichen Hüllen.

Die Rosenessenz hat eine tiefe seelische Wirkung. Sie gleicht alles aus, was aus dem Lot geraten ist; speziell, wenn dies mit dem Energiezentrum des Herzens in Verbindung steht.
So spendet sie Trost bei Kummer und Leid, löst seelische Schmerzen, labt ein trauriges Herz und öffnet für Liebe, Freundlichkeit und Mitgefühl.

In der Sterbehilfe wird Rosenessenz bevorzugt eingestzt, um Ängste zu nehmen.

Als "Duft der Venus" bewährt sich Rosenöl bei emotionalen Schwankungen während der Schwangerschaft und im Wochenbett und als hilfreicher Begleiter während der Geburt.



Nebenwirkungen:
Sehr selten können sich bei Dauergebrauch (über mehrere Monate) allergische Hautreaktionen einstellen.


geschichtlich/mystisch:
Die ältesten Spuren von Rosen sind 40 Millionen Jahre alt.

Die Rose ist ein Symbol für die Liebe über den Tod hinaus und die Überwindung des Todes. – Das Märchen Dornröschen erzählt davon.

Die Rose gehört zu den ältesten Heilpflanzen. Wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C wurde sie in der Volksmedizin schon sehr lange geschätzt.

Bei Ausgrabungen von Pfahlbausiedlungen fand man in den Küchenabfaellen Hagebuttenkerne - die Verarbeitung dieser roten Herbstfrüchte war also schon vor Jahrtausenden üblich. Ohne ihren hohen Vitamin-C-Gehalt zu kennen, schätzten unsere Vorfahren die Rosenbeeren in Form von Tee, Saft, Mus oder Konfitüre.

Ärzte der Antike und des Mittelalters lobten die Heilkraft der Rosenessenz.

Schon seit dem Altertum wurden Rosen als Heilpflanzen genutzt.

Eine große Rosenkultur hatten die Türken. Die Rosen gehörten dort zum täglichen Leben.
Bei Tisch wurden die Hände mit Rosenwasser benetzt und das Geschirr damit gewaschen, wenn Ehrengäste kamen.
Speisen wurden mit Rosenöl aromatisiert, aus Rosenblättern wurden köstliche Konfitüren zubereitet, Rosenblüten wurden kandiert und in Honig eingelegt.
Die Frauen wuschen sich das Haar mit Rosenwasser. Salböle und Schönheitsmittel waren mit Rosenöl verfeinert.
Viele Häuser waren mit Rosenhainen umgeben.
Immer sollten Rosen als Symbol des Glücks und der Schönheit in der Nähe sein.

Es wird berichtet, dass die Gewinnung des Rosenöls in Indien entdeckt wurde.

Bereits im 8. Jahrhundert gab es in Persien einen blühenden Handel mit Rosenöl und Rosenwasser.

Geschichtsschreiber berichten, die Römer hätten Berge von Rosen verbraucht, um Festsäle, Straßen und Schlafgemächer damit meterhoch zu bedecken.

Bei den Germanen war die Rose der Göttin Freya/Freja/Freia zugeordnet.

Die weiße Rose ist in der Christenheit die Symbolblume der inneren Reinheit, des Mitgefühls und der Liebe.

Wie wichtig die (Hecken)Rosenfrüchte (Rosa canina) für uns Menschen sind, zeigt eine botanische Besonderheit.
Sie bekamen einen ganz eigenständigen Namen: Hagebutten.
Hag bedeutet Gehölz oder kleiner Wald, unter butzen verstand man im Mittelalter schlagen oder stoßen.
Das erinnert an die Herstellung von Hagebuttenmus.
Auch glaubte man früher daran, dass im Gehölz - dem Hag - kleine Wesen (Elfen, Wichtel, Feen, Gnome und andere) wohnen würden.

Früher war man auch der Überzeugung, gegen Krankheiten und Unheil aller Art gefeit zu sein, wenn man am Weihnachtsabend oder in der Neujahrsnacht eine frisch gepflückte Hagebutte verzehrte.

Die rote Frucht sollte zudem vor Blitz und Unwetter schützen sowie unliebsame 'Gäste' fern halten.



Übrigens, wenn man Räume magisch reinigen möchte, oder wenn man "Räume der Kraft" schaffen möchte, dann sollte man diese mit Rosenwasser besprühen. Auch empfiehlt es sich, im Eingangsbereich eine Schale mit Rosenwasser aufzustellen. So kommen negative Energien gar nicht erst ins Haus, bzw. sie werden gleich beseitigt.

Schade:
Rosenöl und -essenz kann man leider nicht selbst herstellen.
Die Herstellung von Rosenöl ist sehr aufwendig und man benötigt etwa 5000 kg frische Rosenblütenblätter für 1 kg Rosenöl.
Ein guter Rosenblütenpflücker schafft etwa 50 kg der Blüten pro Tag. - Deshalb ist es auch so teuer.



                       Rezepturen

                       Für die Füße

Rosenöl und Lavendelöl zu gleichen Teilen mischen.
1 EL Honig (flüssig) hinzugeben und gut umrühren.

Damit dann die Füße massieren und die Beine für etwa 13 Min. hochlegen. Danach werden die Füße mit einem feuchtwarmen Tuch abgewischt.



Tee
1 Handvoll Hagebuttenschale (getrocknet) mit 1/2 l Wasser übergießen.
Etwa 3 Stunden ziehen lassen. Dann alles kurz aufkochen, abseihen. - FERTIG



Hagazussa - Zaunreiterin


1 1/2 kg Hagebutten waschen und abtropfen lassen.
Früchte halbieren. Die Früchte in eine Steingutschüssel geben und mit 1/4 l Weißwein bedecken.

So läßt man sie zugedeckt 3 Tage in einem kühlen Raum druchweichen.

Danach wird das Mus durch ein feines Sieb gedrückt und nach dem Wiegen wird der gewonnene Auszug mit ca. 1 kg Gelierzucker vermischt. (Bitte genaues Mengenverhältnis auswiegen.)

Alles zusammen bei starker Hitze 2 Minuten kochen lassen, heiß in Gläser füllen und sofort verschließen.

Verfeinern kann man Hagazussa noch mit Orangensaft, Zitronensaft und etwas Zimt.


Hagebuttenkonfitüre


Etwa 500 g Hagebutten abwiegen. (Lieber etwas mehr)
Die Hagebutten waschen, Stiel wegschneiden, halbieren und entkernen (Kerne nicht wegwerfen, sondern mit wenig Wasser während 10 Minuten auskochen, ausgießen und die Flüssigkeit zum Hagebuttenmus geben).

Die Hagebutten in ein großes Gefäß geben, mit 250 ml Wasser (oder Rotwein) begiessen, zudecken und über Nacht stehen lassen.
Am folgenden Tag weichkochen und durchs Sieb treiben.
425 Gramm Zucker zugeben, auf großem Feuer unter ständigem Rühren ca. 10 Minuten einkochen und in saubere Gläser einfüllen und sofort verschließen.

Die Hagebuttenmarmelade kann nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch zum Süßen von Getränken, Müsli, Cremen, Aufläufen verwendet werden.



Hagebutten-Likör

500 g Hagebutten putzen, waschen und gut atropfen lassen.
Früchte längs halbieren und in einem Topf mit einem Kartoffelstampfer oder einer Schöpfkelle zerdrücken. Die Hagebuttenmasse in ein vorbereitetes Glasgefäß von etwa 2 l Fassungsvermögen füllen.

125 g Kandiszucker (weiß) dazwischen streuen.

3/4 l Rum darübergießen, er muss die Fruchtmasse vollständig bedecken.
Das Glasgefäß verschliessen und an ein sonniges Fenster stellen, wo der Inhalt gut 14 Tage durchziehen soll.

Gefäß zwischendurch öfter schütteln und es dann noch etwa 3-4 Wochen bei Raumtemperatur stehen lassen.

Dann alles durch ein Mulltuch gießen.

Will man den Likör ganz klar haben, kann man ihn zusätzlich noch einmal durch ein Kaffeefilter geben. Den Hagebuttenlikoer in kleine Flaschen füllen und 3 Monate ruhen lassen. Dabei soll er kühl stehen.


Hagwein

Etwa 500 g Hagebutten putzen, waschen und gut atropfen lassen. Stiele entfernen, längs halbieren und in einem Topf mit einem Kartoffelstampfer oder einer Schöpfkelle zerdrücken. Die Hagebuttenmasse in ein vorbereitetes Glasgefäß von etwa 2 l Fassungsvermögen füllen. 300 g Kandiszucker (braun) dazwischen streuen.

Mit 500 ml Rotwein und (1 kleines Fläschchen) Kirschwasser übergiessen.

Das Glasgefäß verschliessen und an ein sonniges Fenster stellen, wo der Inhalt gut 10 Tage durchziehen soll. - Gefäß zwischendurch öfter schütteln.

Danach die Flüssigkeit durch ein Tuch oder Haarsieb filtern.
250 ml Rotwein kurz aufkochen, abkühlen lassen und unter die abgefilterte Flüssigkeit mischen.

Den Hagebuttenwein in kleine Flaschen füllen und etwa 1 Monat reifen lassen.
Dabei soll er kühl stehen.


Hagebuttencreme

500 g Hagebutten entkernen und in 500 ml Wasser weich kochen.

Den Saft abseihen und die Früchte passieren.
Das Fruchtmark mit 3 EL Honig und 2 TL Rosenwasser mischen.

Die Sahne steif schlagen und abwechselnd mit dem Hagebuttenmark schichtweise in Glasschälchen füllen.

Lecker!


Kaltansatz - Hilfe bei Erkältungen

1-2 EL getrocknete Früchte mit etwas Wasser übergießen.
Einige Stunden stehen lassen und die dickliche Flüssigkeit löffelweise über den Tag verteilt einnehmen.


Bei Insektenstichen einfach einige Blütenblätter in der Hand zerreiben und den austretenden Saft sanft auf den Stich streichen.


Rosen-Kompressen bei geschwollenen und gereizten Augen
Einfach frische Rosenblütenblätter als wohltuende Kompresse auflegen und so die Augen 10 Minuten entspannen.


Rosenwasser
- Bei entzündeter und geröteter Mundschleimhaut mit Rosenwasser gurgeln.
Dafür 15-20 Tropfen Rosenwasser auf ein Glas Wasser geben.

- Bei Ekzemen, Gürtelrose oder Herpesinfektionen wirken Rosenwasser-Kompressen oder Auflagen kühlend und beruhigend. - Umschläge und Brustwickel mit körperwarmem Rosenwasser sind wunderbar beruhigend für Herz und Nerven.


(Weitere Rezepturen aus meinem Kursprogramm
"Für Dich solls rote Rosen regnen" sind hier zu finden.)


(Hier findest Du ein schönes Rosenritual.)