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Petersilie
(Petroselinum Crispum)
Volksname: Peterling


Pflanzenbeschreibung:
Die Petersilie ist eine krautige, zweijährige Pflanze.

Die Stengel erscheinem im zweiten Lebensjahr. Sie sind geriefelt und können bis zu 70 cm hoch werden.

Die leuchtend grünen Blätter sind im groben Umriß dreieckig.
Während die unteren stark gefiedert sind, sind die oberen einfach gelappt.

Die grünlichgelben Blüten stehen in Dolden zusammen.

Blütezeit: Juni bis August

Sammelzeit
Das Kraut wird im Mai gesammelt.
Wer die Wurzeln ausgraben möchte, sollte dies im Herbst tun.
Die Petersiliensamen werden im Oktober gesammelt.

Standort/Vorkommen:
Ursprünglich kommt die Petersilie aus dem Mittelmeerraum.

Man findet sie manchmal wild wachsend, zumeist aber wird sie in Gärten angebaut.

Heilwirkung:
Die Petersilienwurzel enthält sehr viel Vitamin C.
Sie wird deshalb oft Menschen verordnet, die sich von schweren Erkrankung erholen müssen.
Auch Kindern mit Wachstumsstörungen wird ein Wurzelabsud dieser Pflanze empfohlen.

Diese Pflanze stärkt das Herz.

Petersilie lindert Schmerzen und löst Stauungen in Leber und Milz auf.

Bei Periodenschmerzen und einer unregelmäßigen Monatsblutung kann Petersilie auch helfen.

Mit den Wirkstoffen der Samenkörner und des Pflanzensaftes behandelt man manchmal die Malaria.

Blattauflagen lindern Quetschungen, Insektenstiche und und Schwellungen.

Den meisten Menschen ist die Petersilie als Gewürzpflanze bekannt. Sie sollte aber erst kurz vor dem Verzehr der Speise zugegeben werden.

Nebenwirkungen:
In der Schwangerschaft sollte der Genuß der Petersilie eingeschränkt werden!!!

Aus den Samen gewonnenes Öl kann bei Überdosierung schwerde Nebenwirkungen haben!!!

Die Petersilie (Gartenpetersilie) darf auf keinen Fall mit der Hundspetersilie verwechselt werden!!!
(Die Hundspetersilie besitzt einen rotgesprenkelten Stengel und stark geteilte Blätter. Wenn man diese reibt, dann entströmt ein unangenehmer Geruch.)


geschichtlich/mystisch:
Die Petersilie galt im Aberglauben germanischer und romanischer Völker als "Unglückspflanze".
Allerdings wurde auch geglaubt, sie würde böse Geister und Hexen vertreiben.

Angeblich haben sich römische Soldaten Petersilie in die Ohren gesteckt, um nich vom Kriegsgeschrei der Gegner nervös zu werden.

In einigen alten Beschreibungen findet man noch genaue Rezepturen, die die Petersilie als abortives Mittel (Abtreibung) vorschlagen.
Wer sich damit allerdings nicht genauestens auskannte, der starb.

Die Mönche im Mittelalter entwickelten eine spezielle Petersilienkur, um damit über die schweren Tage der Fastenzeit hinwegzukommen.

Früher versuchte man oft, Petersilienabsud als Haarwuchsmittel zu verkaufen.



                          Rezepturen

                         Petersilien-Milch


100 g Petersiliensaft in
1/2 l Milch (gekocht) geben und dann vor dem Schlafengehen in kleinen Schlucken trinken.

Diese tägliche Anwendung erleichtert die Atmung.


(Weitere Informationen, wie man Atembeschwerden lindert, findest Du hier.)