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Melisse
(Melissa Officinalis)
Volksname: Zitronenkraut, Bienenkraut, Frauenwohl, Herztrost


Pflanzenbeschreibung:
Melisse gehört zu den Lippenblütlern.
Sie ist eine alte Gewürz- und Heilpflanze, die etwa 30 bis 70 cm hoch wird.

Melissa heißt wörtlich übersetzt Biene; diese Bezeichnung soll den Nektarreichtum der Pflanze charaktisieren.
Ihr Duft ist zitronenartig.

Der schwach behaarte Stengel trägt gegenständige, ovale, gesägte Blätter.

Die weißen Blüten sitzen in den Blattachseln.

Anmerkung:
Bei der Melisse, von der hier die Rede ist, handelt es sich um die Zitronenmelisse.
In der Schweiz ist oft die rotblühende Goldmelisse (Monarda Didyma L.) gemeint, die in Südamerika heimisch ist.
Sie steht unter Naturschutz!

AHA!
Der berühmte Melissengeist wird übrigens nicht aus Melisse, sondern aus Zitronellgras gewonnen.

Blütezeit: Juli bis September

Sammelzeit
Mai bis Juni und September bis Oktober

Gesammelt werden die Blätter.

Wenn die Melisse blüht, dann haben ihre Blätter weder einen angenehmen Geruch noch einen guten Geschmack!

Standort/Vorkommen:
Melisse stammt ursprünglich aus dem Orient.
In unseren Breiten findet man die Pflanze teilweise kultiviert in Bauerngärten.

Heilwirkung:
Melisse wirkt krampflösend, antibakteriell und blutdrucksenkend.

Außerdem hat es eine schweißtreibende Wirkung und beruhigt Leber- und Gallereizungen.

Bei Blähungen und anderen Magen- Darmbeschwerden hat sich die Melisse bereits bewährt.

Wer unter Blutarmut und Nervosität leidet, der sollte mal zur Melisse greifen.
als Tee oder als Mellissenbad tut diese Pflanze rasch ihre Wirkung.

Man sagt der Pflanze nach, sie befreie von Wetterfühligkeit.

Einreibungen mit Melissenöl können Insektenstiche, Herpesbläschen und Migräne lindern.

Melissentee kann bei Schlafstörungen und einer mäßigen Menstruation helfen.

Außerdem verschwinden Hautunreinheiten durch regelmäßige Waschungen mit Melissenwasser.

Melissenumschläge lindern Weichteilrheuma, Hämatome, Verstauchungen und fördern die Vernarbung von Wunden.

Pflanzenbotschaft:
"Öffne dein Herz, und die Welt ist dein Freund!"

Psychisch-seelische Wirkung:
Melissenöl ist eines der wirksamsten Öle bei Überreizung, Streß, Migräne und Depressionen.

Mit einer heiteren, warmen Ausgeglichenheit erscheint alles in einem neuen Licht.

Nebenwirkungen:
Das BGA (Bundesgesundheitsamt - Kommission E) steht der Mellise positiv gegenüber.
Es nennt keine Nebenwirkungen und Gegenanzeigen.


geschichtlich/mystisch:
Der antike griechische Arzt Dioskurides bezeichnete das "Bienenblatt" als Wunderheilmittel gegen Hundebisse und Insektenstiche.

Die arabischen Ärzte waren die ersten, die die Melisse bei Herzleiden einsetzten.

Die heilige Hildegard von Bingen war der Meinung, daß die Melisse das Herz freudig macht.



                          Rezepturen

                         Umschläge und Kompressen


Für einen Umschlag werden frische Melissenblätter zerstoßen und dann auf die Wunde (Insektenstich, Herpes...) aufgelegt.



Für eine Kompresse werden etwa 13 g Melissenblätter kurz mit den fingern gerebelt (gequetscht) und dann mit heißem Wasser übergossen.
Etw 7 Min. ziehen lassen und dann ein sauberes Tuch oder Mullbinde darin eintauchen.
Diese Kompresse wird dann auf die Schmerzende Stelle (bei Migräne, Krämpfen...) gelegt.

Geeignet ist so eine Kompresse auch zur Hautpflege.
(Die Fältchenbildung wird aufgehalten und das Austrocknen der Haut wird verhindert.)


(Weitere Tipps für eine schöne Haut findest Du bei den Rezepturen unter "Gute Mine"
oder bei
"Kaffeesatz und Jahresringe" - Rezepte aus meinem Kursprogramm.)