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Kümmel
(Carum Carvi L.)
Volksname: Karbei, Chümi, Feldkümmel


Pflanzenbeschreibung:
Der Kümmel ist eine zweijährige, etwa 70 cm hohe Pflanze.
Sein Stengel ist aufrecht, verzweigt und kahl.

Die Blätter des Kümmels sind länglich, gefiedert.

Kümmel hat weiße, in Dolden stehende Blüten.

Die Früchte sind braun, länglich und mit aromatischem Geruch.

Blütezeit: Mai bis Juli

Sammelzeit:
Von Mai bis in den September hinein werden die Früchte und die pfahlförmigen Wurzeln gesammelt.

Standort/Vorkommen:
Auf Wiesen und in Gärten kultiviert vor allem in Nordeuropa.

Heilwirkung:
Kümmel fördert die Verdauung, hilft bei Appetitlosigkeit, Krämpfen und beseitigt Blähungen.

Die verschiedensten Darmparasiten werden durch Kümmel vertrieben.

Kümmelmilch lindert außerdem noch Husten.

Kümmel hat auch positive Auswirkungen auf die Menstruation und die Milchbildung.

Einreibungen mit Kümmelöl und Kümmelöl-Auflagen können zur Linderung von Rheuma und Gicht beitragen.

Kümmel vertreibt auch bei Rindern und Pferden so manche Kolik.

Das BGA (Bundesgesundheitsamt - Kommission E) bewertet die Wirkung von Kümmel sehr positiv.

Inhaltsstoffe:
Carvon, Carveol, Dihydrocarvon

Pflanzenbotschaft:
"Du hast viel erlebt, ich helf`dir beim Verstehen!".

psychisch-seelische Wirkung:
Kümmelöl hilft der Seele beim Verdauen von unbewältigten Gefühlen.
Wenn die Seele zu viele unverträgliche Eindrücke aufnehmen mußte, unterstützt es bei der Verarbeitung und Bewältigung.

Nebenwirkungen:
Vorsicht! Kümmelöl verursacht, in hoher Dosierung eingenommen, schwere Gesundheitsschäden!

Es kan bei Unkenntnis zu einer Verwechslung mit anderen, giftigen Doldenblütlern kommen.


geschichtlich/mystisch:
Der Name dieser Pflanze kommt vom griechischen "Karon", einer Pflanze, die inzwischen ausgestorben ist.
Sie hatte aber im wesentlichen dieselben Eigenschaften.




Kümmel sollte in Broten nur gemahlen verwendet werden, da sonst ein zu starker Kümmelgeschmack die Freude am Backwerk trübt.

Wer keinen Kümmel in Eintöpfen mag, der kann den Kümmel in ein kleines Säckchen geben, welches dann mehrmals bewegt wird. So entfaltet sich der Geschmack und man beißt später nicht auf Kümmel.


(Die Kümmelmilch-Rezeptur findest Du, neben weiteren hilfreichen Rezepturen, hier.)