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Kapuzinerkresse
(Tropaeolum Maius L.)
Volksname: Kapuzinerli, Italienische Kresse, Salatblume


Pflanzenbeschreibung:
Ihr Blattdurchmesser beträgt 3 bis 5 cm, der Blattrand ist ausgerandet.

Alle Teile der Pflanze sind saftig, die orangeroten Blüten groß und zart.

Es gibt verschiedene Arten der Kapuzinerkresse.
Die "Buntblättrige Kapuzinerkresse" ist besonders schön. Sie hat blaßgrüne Blätter mit einer cremefarbenen unregelmäßigen Scheckung.

Die "Große Kapuzinerkresse" treibt lange Kletterranken (bis 3 m), sie paßt am besten an Zäune oder Pergolen.

Tipp: Wenn man die Samenansätze der Pflanze gleich entfernt, dann blüht die Kapuzinerkresse verstärkt weiter.
Auch ein magerer Standort sorgt für mehr Blüten. Zu gut ernährt, bildet sie nur Blätter.

Kapuzinerkresse läßt sich gut aus Samen ziehen.

Blütezeit:
Die Kapuzinerkresse blüht vom Mai bis in den Herbst hinein.

Sammelzeit: Die Früchte werden im September/Oktober gesammelt.

Standort/Vorkommen:
Die Heimat der Kapuzinerkresse ist Peru. Von dort gelangte sie als Ziergewächs nach Europa.

In Balkonkästen und Blumenbeeten behauptet sie sich schon viele Jahrzehnte.
Sie rankt sich oft auch quer durch die Rabatte.

Heilwirkung:
Wegen ihrer antibiotischen Wirkung benutzt man sie in ihrer Heimat schon seit alter Zeit zur Behandlung von Wunden aller Art, besonders von infizierten Wunden.
Auch bei uns kennt man inzwischen die kühlenden Wundauflagen mit den Blättern der Kapuzinerkresse.
Auch sollen die Umschläge, mit den Blättern dieser Pflanze, bei allen Formen des Rheumas Linderung bringen.

Gegen Frühjahrsmüdigkeit hilft diese tolle Pflanze ebenfalls.

Der Pflanze wird auch eine Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte nachgesagt.

Besonders Wirksam wird sie eingesetzt bei Erkrankungen der Nieren, der ableitenden Harnwege und bei Bronchitis.

Außerdem wirkt diese Pflanze:
    - schleimlösend
    - harntreibend
    - bruststärkend
    - kopfhautstärkend
    - abführend
    - blutreinigend
    - bei Bronchitis, Asthma
    - bei Rheumaschmerzen
In neuerer Zeit werden galenische Präperate gegen Infektionskrankheiten aus der Kapuzinerkresse hergestellt, obwohl noch nicht alle Inhaltstoffe dieser Pflanze bekannt sind. (ätherisches Senföl und viele verschiedene Vitamine, besonders Vitamin C)

Als Droge für Tees wird die Kapuzinerkresse nicht verwendet.

Nebenwirkungen:
Wenn man zuviel von den Blättern als Salat ißt, kann es zu Reizerscheinungen im Magen- und Darmbereich sowie an den Nieren kommen.

Hingewiesen sei auch auf die Verminderung der Alkoholtoleranz nach dem Genuss dieser Pflanze.


geschichtlich/mystisch:
Spanische Eroberer brachten diese hübsche Gewürzpflanze aus Südamerika mit.

Unsere Vorfahren hielten die Kapuzinerkresse für das beste Heilmittel gegen Tuberkulose.
In der hiesigen Volksmedizin gebraucht man die frischen Blätter als blutreinigenden Frühlingssalat und manchmal sogar die Blüten.

(Übrigens leitet sich der Name nicht von den "Kapuzinern" ab, sondern eher von den "kapuzeartigen" Blüten.)

Gartentipp:
Wer im Garten mit dem hartnäckigen Giersch zu tun hat, kann im Mai Samen der Kapuzinerkresse zwischen dem Giersch ausbringen.
Rasch breiten sich Ranken und Blätter aus und entziehen dem Unkraut so das Licht.
Wiederholen Sie die Behandlung im zweiten Jahr, dann ist in der Regel die Wuchskraft des Gierschs erschöpft.

Unter Obstbäumen gepflanzt, schützt sie die anderen Pflanzen vor Blutläuse.



                   Rezepturen

                   Kapuziner-Umschlag
    20 - 30 g frische Blätter der Kapuzinerkresse in
    1 l Wasser kochen lassen.
Die gekochten Blätter in ein feines Leinentuch geben und auf die Wunde legen.



Kapuzinerkressenblütenessig
    1/2 L guten Weißweinessig
    4-6 aufgeblühte Kapuzinerkresseblüten
Kapuzinerblüten in eine Flasche tun, den Essig mit etwas Salz, einer geschälten Schalotte und einer Knoblauchzehe anreichern.
Die Essigmischung nun über die Blüten gießen, die Flasche verschließen und zwei Wochen ziehen lassen.
Wenn möglich auf ein sonniges Fensterbrett stellen und 1x täglich schütteln.

Der Blütenessig ist ungefähr 6 Monate haltbar und passt besonders gut zu Salaten.


(Wie man die Kapuziner-Milch herstellt, kannst Du hier nachlesen.)

(Schau doch auch mal bei der Brunnenkresse rein.
Informationen findest Du hier.)