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Fenchel
(Foeniculum Officinale/Vulgare)
Volksname: Brotsamen, Frauenfenchel

Pflanzenbeschreibung:
Fenchel ist ein Doldenblütler mit reichlich verzweigten Stengeln.

Die Blüten des Fenchel sind gelb, unscheinbar und klein. Sie sitzen in großen Dolden angeordnet.

Fenchel hat kornförmige dunkelgraue und kahle Früchte, die stark würzig sind.

Bei uns hat diese Pflanze es schwer, zu überleben. Sie ist 2jährig und im ersten Jahr wachsen nur die gefiederten schmalen Blätter und die Wurzeln.
Erst im zweiten Jahr erreicht Fenchel dann seine stattliche Höhe von bis zu 2 Metern.

Von seinem nahen Verwandten, dem Dill, unterscheidet er sich durch die Früchte und die Blätter, die beim Fenchel doppelt so lang sind.

Blütezeit: Juli bis September

Sammelzeit: Die Früchte werden im September/Oktober gesammelt.

Standort/Vorkommen:
Im südlichen Europa und Vorderasien wächst Fenchel noch recht verwildert.
Aber auch bei uns hat er längst Einzug gehalten. Er wird in Gärten angebaut.

Heilwirkung:
Die Wirkung des Fenchels gleicht sehr der des Anis.

Fenchel regt die Menstruation an und er dient den stillenden Frauen oft zur Milcherzeugung.

Er vertreibt Blähungen, ist gut für die gesamte Verdauung und er ist auch gut für die Augen und bei Husten.

Es wird der Pflanze sogar eine positive Wirkung bei Gicht und bei Darmparasiten nachgesagt.

Pflanzenbotschaft:
"Komm`her und lasse dich trösten!".

psychisch-seelische Wirkung:
Fenchelöl hilft beim Einordnen und Verarbeiten von Gefühlen und verleiht innere Stabilität und größere Klarheit.
Es schenkt das Gefühl von mütterlicher Umsorgtheit, Geborgenheit und Heimat.
Es vertreibt die Einsamkeit.

Nebenwirkungen:
Eine Überdosierung wirkt toxisch.
Deshalb sollten Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere kein Fenchelöl verwenden!
(Der Fenchel-Anis-Kümmeltee, den die Hebamme oder der Arzt verordnet schadet aber keinesfalls.

Epilepsiegefährdete Menschen sollten auf gar keinen Fall Fenchelöl anwenden! - Nicht einmal in der Duftlampe.

In seltenen Fällen wurden allergische Reaktionen der Haut oder des Magen-Darmtraktes beobachtet.


geschichtlich/mystisch:
Der Leibarzt Kaiser Ferdinands I, Matthiolus, veröffentlichte 1563 in Prag eine Abhandlung über "Natur, Kraft und Wirkung des Fenchels", worin er alle Heilanzeigen aufgezeichnet hat, die auch heute noch in der Volksmedizin Beachtung finden.

Auch Sebastian Kneipp lobte mehrfach die Wirkung des Fenchels.



                   Rezepturen

                   Augenpflege




1 TL Fenchelsamen, leicht angestoßen, in eine Tasse geben und mit
kochendem Wasser übergießen.
10 Min. ziehen lassen und dann abseihen.
Damit dann Augenspülungen durchführen oder Kompressen machen.