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Arnika
(lat. Arnica Montana)
Vollksnamen: Wohlverleih, Fallkraut, Wundkraut
Pflanzenbeschreibung:
In Deutschland steht Arnika unter NATURSCHUTZ und darf nicht gesammelt werden!!!


Arnika ist ein Korbblütler.

Standort/Vorkommen:
Gelborange blühende Pflanze, die vor allem auf Gebirgswiesen, Torfmooren oder Magerrasen anzutreffen ist.

Heilwirkung:
    - hilft gegen blaue Flecke
    - fördert die Wundheilung
    - lindert Venenentzündungen
    - Halsweh
    - stärkt das Herz
Einreibungen mit Arnikatinktur lindern Gicht und Rheuma.

Pflanzenbotschaft:
"Komm her, ich heile deine Wunden."

psychisch-seelische Wirkung:
Arnikaöl hilft bei schweren Schockzuständen.
Es wirkt lösend und ableitend bei allen seelischen Schmerzen.

Vor Operationen, Geburten, Prüfungen, Verhandlungen, Trennungen kann man dieses Öl in der Duftlampe verwenden.

Nebenwirkungen:
Die Pflanze darf innerlich nur nach ärztlicher Absprache genommen werden. Überdosierungs- und Vergiftungserscheinungen sind:
    Herzjagen, Benommenheit, Schwindel, Atemnot und sogar Herzstillstand!!!


geschichtlich/mystisch:
Arnika galt früher als Aphrodisiakum und wird erst seit dem 15. Jahrhundert als Heilpflanze verwendet.
Schon Goethe soll mit Arnika-Tee seine Herzkrämpfe gelindert haben, und für Sebastian Kneipp war Arnika das beste Hausmittel in der Wundversorgung.

Arnika trägt das wilde Wesen des Wolfes in sich und wird deshalb auch Wolfsblume genannt. Aus ihren Blüten blitzt die eingefangene Bergsonne und erinnert an die gelben Augen eines Wolfes. Im Spätsommer, wenn sich der Wind raschelnd in den Ähren verfängt, streifte der Kornwolf durch das Getreide. Sobald er das Feld verließ, verdorrte das Korn. Damit der Kornwolf nicht schwand, steckten die Bauern Arnika um ihre Äcker. Als Wolfspflanze konnte sie den Kornwolf daran hindern, die Felder zu verlassen. Sobald das letzte Korn geschnitten war, entwischte er und schlüpfte in die letzte Garbe. Diese wurde von den Menschen häufig geschmückt und dann unter großem Jubel ins Dorf getragen.

Die Arnika war der Freya geweiht und gehörte zu den wichtigsten Kräutern. Sie durfte neben dem Johanniskraut und dem Farnkraut in keinem Sonnenwendritual fehlen.

Auch beim Wetterzauber spielte die Arnika eine Rolle und wurde zum Räuchern bei Gewitter benutzt:
    "Steck Arnika an, steck Arnika an, damit sich das Wetter scheiden kann!"


Später im Christentum wurde die Arnika zu Johanni von den Bauern um die Felder gesteckt, um das Getreide vor dem Korndämon zu schützen.


     Rezept

1 Teil Arnikablüten und 10 Teile Alkohol (70%) mischen und 14 Tage stehen lassen. Dann abseihen

Anwendung: 1 EL der entstandenen Tinktur in 1/2 Glas Wasser geben. Darin ein Leinentuch tränken und auf die Wunde auflegen.
(Merke: TINKTUR NIEMALS PUR!!!)