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Ackerschachtelhalm
(Equisetum Arvense L.)
Schachtelhalm, Zinnkraut, Fegekraut, Scheuerkraut
Pflanzenbeschreibung:
Im zeitigen Frühjahr treibt der Ackerschachtelhalm aus seinem weit verzweigten Wurzelstock an die Oberfläche. Wochen später werden die unfruchtbaren grünen Triebe ausgebildet. Sie bestehen aus einem 20 bis 30 cm hohen Stängel, der in Quirlen angeordnete Seitenäste trägt. Die Stengel sind kantig und hohl. An ihrer Spitze befindet sich eine aufrechtstehende Ähre.

Blütezeit/Sammelzeit: Mai - Juni - Vor der Fruchtzeit wird gesammelt. März - April

Standort/Vorkommen:
Der Ackerschachtelhalm liebt feuchten und lehmigen Boden.
Er wird auf Ackerland und auf Bahndämmen als lästig empfundenes Unkraut angesehen. Auch an Wiesenrändern, im Ödland, in Sümpfen, an Grabenrändern und Böschungen wächst er.

Heilwirkung:
Das Kraut dieser Pflanze findet man in vielen Rheuma-, Nieren- und Blutreinigungstees.

Sebastian Kneipp war einer der großen Fürsprecher des Ackerschachtelhalms bei Husten, Bronchial- und Lungenleiden.

Ackerschachtelhalm-Bäder regen die Haut und den Stoffwechsel an. Dadurch werden Durchblutungsstörungen und Schwellungen gemildert und das Gewebe wird gefestigt.

Es findet Anwendung bei Grieß- und Steinleiden.

Auch hilft es als Auflage oder Waschungen bei schlecht heilenden Wunden, Flechten (auch Bartflechte) und Ausschlag.

Der Pflanze wir eine knochenregenerierende Wirkung zugesprochen. - Brüche sollen rascher heilen.

Nebenwirkungen:
Ackerschachtelhalm darf nur bei genauer Kenntnis auch der giftigen Schachtelhalmarten selbst gesammelt werden.
Bei sachgerechter Anwendung sind aber bisher keine Nebenwirkungen bekannt geworden.


geschichtlich/mystisch:
Im Altertum nutzte man Ackerschachtelhalm als blutstillendes Mittel. Im Mittelalter verwendete man ihn bei Husten, Gicht und Ruhr.

Nachdem er dann als Heilpflanze in Vergessenheit geraten war und er nur noch zum Putzen des kostbaren Zinngeschirrs benutzt wurde, entdeckte Sebastian Kneipp diese Heilpflanze wieder.